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Wo steht Kolumbien nach mehr als 50 Jahren des bewaffneten Konflikts? Wie geht es nach dem Friedensvertrag weiter? Was bewegt die Menschen? Impressionen einer einmonatigen journalistischen Reise in ein Land, das Frieden lernt. Weiterlesen

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Kolumbien: Ein Land im Aufbruch

Amsterdam: Künstler versus Investoren

18302280528_d134178820_bKünstler haben es schwer – nichts Neues erstmal. In Amsterdam haben sich daher rund 250 Künstler auf der ehemaligen NDSM-Werft eine Art Kunststadt aufgebaut. Dort können sie für kleines Geld Ateliers mieten und diese ganz nach ihrem Geschmack gestalten. Eine ganze Lagerhalle ist dadurch zur Kunststadt geworden. Städteplanerisch eine super Sache: hip, shabby chic, vintage und for allem selfmade. Doch wer genau hinschaut, stellt fest: Auch auf der ehemalgien Werft haben die Künstler nicht mehr ihre Ruhe. Weiterlesen

Gewissensfrage?

In unserer WG wird ein Zimmer frei. Ein Syrer bewirbt sich. „Are you a refugee?“, fragt mein Mitbewohner als Erstes. Wir sind neugierig auf den dunkelgelockten jungen Mann, der etwas unsicher in Winterjacke in unserer Küche sitzt. Was „refugee“ bedeuten soll, wisse er nicht, aber ja, er habe wegen des Krieges seine Heimat verlassen. Nachdem er in Malaysia, Thailand und Ägypten war, ist er seit sechs Monaten im Saarland – für ein besseres Leben. Weiterlesen

Der Flüchtling

[Er] Stumme braune Augen. Die Hände tief in den Taschen der abgetragenen Levis Jeans. Levis, immerhin. Der Blick gesenkt, auf die Füße, die sich in einem ewigen Rhythmus voreinander setzen. Morgens abmelden, abends anmelden, dazwischen immer um den Block. Oft begegnet er denselben Leuten. Fühlt er sich willkommen? Seine Augen verraten es nicht.

[Sie] Blicke aus dem Fenster, morgens, mittags, abends. Geradeaus ein Innenhof, schräg links Fenster eines Erstaufnahmelagers, in den Fenstern Gesichter. Menschen, die uns fremd sind und für die wir fremd sind. Menschen, für die man gerne weniger fremd wäre.
Jeden Morgen zur gleichen Zeit, ein Junge, pünktlich wie ein Wecker. Levis Jeans, die man nur erkennt, wenn man ihn auf der Straße sieht, und selbst dann kaum, so verblasst ist das Logo. Den Blick gesenkt, ein schüchterner Blick nach oben, bei einem freundlichen „Hallo“, mal auf Arabisch mal auf Deutsch. Manchmal ein flüchtiger zweiter Blick, dann wieder schweigen die braunen Augen.

Gefangen im Hamsterrad

knowledge-1052010_1280Ja, wir sind es, wir bekennen uns. Generation Y. Generation „schneller, besser, ausgebildeter“. Generation Praktikum.
Wir sind die, die stark sein wollen und immer individueller. „Sich ein Profil schaffen“, „sich von der Masse abheben“, sind die Credos, mit denen wir aufgewachsen sind.
Und wir machen diesen Wettlauf mit, meistens bedingungslos, meistens ohne ihn zu hinterfragen. Haben wir eine andere Wahl? „Nein“, antworten wir uns selber und machen weiter. Es hilft ja nichts. Es ist eben so. Ist es das? Weiterlesen